Über uns

Das FoKoS der Universität Siegen und das CITEC der Universität Bielefeld bilden das Konsortium von poliTE.
  • Das Forschungskolleg „Zukunft menschlich gestalten“ der Universität Siegen (FoKoS) verfolgt das Ziel, die interdisziplinäre und fächerübergreifende Forschung an der Universität Siegen zu Zukunftsfähigkeit und der Zukunftsgestaltung zu fördern und deren internationale Vernetzung voranzutreiben. Dabei basiert das Kolleg auf der Erkenntnis, dass die Gestaltung einer menschenwürdigen und nachhaltigen Zukunft es erfordert, die Grenzen der herkömmlichen Fachdisziplinen zu überschreiten.

    Einer der Schwerpunkte des FoKoS liegt in der anwendungsorientierten Bearbeitung ethischer und gesellschaftlicher Aspekte der Digitalisierung. Dieser Fokus wird in zahlreichen Projekten im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion interdisziplinär erforscht.

  • Das an der Universität Bielefeld angesiedelte Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology (CITEC) entwickelt technische Systeme von Alltagsgeräten bis hin zu Robotern, die für den Menschen intuitiv und leicht bedienbar sind. Die Vision ist Technologie, die sich an den Menschen anpasst und nicht umgekehrt. Es erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen, um Maschinen intelligenter und hilfsbereiter zu machen. Sie sollen auf natürliche Weise mit dem Menschen interagieren und sich an wechselnde Situationen anpassen können.

    Die fächerübergreifende Forschung am CITEC wird in vier Bereiche gebündelt: Bewegungsintelligenz, Systeme mit Aufmerksamkeit, Situierte Kommunikation sowie Gedächtnis und Lernen. Am CITEC werden Roboter und virtuelle Agenten entwickelt, die für breite Adressatengruppen als assistive Technologien Unterstützung im Alltag und im Wohnkontext geben sollen.

Dr. Bruno Gransche

Technikphilosophie, neue Mensch-Technik-Verhältnisse
  • Dr. Bruno Gransche ist Wissenschaftler am FoKoS im Bereich ethische und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung. Er gestaltet dort den Bereich Philosophie neuer Mensch-Technik-Verhältnisse mit speziellem Fokus auf neue technische Assistenzsysteme des Alltags. Gransche ist Foresight-Experte und interdisziplinär ausgewiesen an der Schnittstelle von Zukunftsforschung und Philosophie. In seiner Forschung untersucht er Grundlagen, Bedarfe, Bedingungen und Zukunftsmöglichkeiten neuartiger Mensch-Technik-Interaktionen, speziell bezüglich autonomer Alltagsassistenten und lernender Systeme. Er ist Mitglied im Ethikrat des Forschungsprojektes Assessing Big Data (ABIDA) sowie Fellow der Foresight-Abteilung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI. Sein Forschungsprofil umfasst Technikphilosophie, Ethik, Technische Assistenzsysteme, Foresight/Zukunftsforschung, Zeitphilosophie, Technology/Vision Assessments.

Prof. Dr. Friederike Eyssel

Anthropomorphismus, Social Robotics, Social Cognition
  • Friederike Eyssel ist Professorin für Psychologie und Leiterin der Arbeitsgruppe “Angewandte Sozialpsychologie und Geschlechterforschung” an der Universität Bielefeld. Zwischen 2010 – 2015  war sie Lehrstuhlvertreterin in Münster, Dortmund und Köln sowie als Gastprofessorin an der NYU Abu Dhabi. Prof. Eyssel ist an der Organisation zentraler Konferenzen in der sozialen Robotik (z. B. ICSR 2017, Ro-Man2017, HRI2016, HRI2017, HRI2018) beteiligt und forscht experimentell zu Psychologie  (z. B. Vorurteilsreduktion, Einstellungsmessung , Objectification) und Robotik (Smart Environments, Education Robotics, ELSI).  Sie ist Projektpartnerin bei verschiedenen Großprojekten an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Anwendung, z. B. KogniHome (siehe: https://www.kogni-home.de/), CODEFOR (siehe: https://www.codefror.eu) oder dem Large Scale Project “Cognitive Service Robotics Apartment as an Ambient Host” (CSRA).

  • Sebastian Nähr ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am FoKoS. Er schloss sein Studium der Philosophie und der Sozialwissenschaften in Siegen 2016 mit höchstem Prädikat ab. Aktuell bereitet er eine Promotion im Bereich der Technikphilosophie – mit besonderem Fokus auf mögliche Veränderungen kommunikativer Grundstrukturen im Kontext der Digitalisierung – vor. In seinen letzten Projekten beschäftigte er sich mit den ethischen Herausforderungen bzgl. der Verwendung von Nanomaterialien und mit globaler Energiegerechtigkeit im Zuge des Klimawandels. Weitere Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Erkenntnistheorie, der Sozialphilosophie und der Sprachphilosophie.

Dr. Ricarda Wullenkord

CITEC Center of Excellence Cognitive Interaction Technology
  • Dr. Ricarda Wullenkord ist Wissenschaftlerin in der durch Prof. Dr. Friederike Eyssel geleiteten Arbeitseinheit
    „Angewandte Sozialpsychologie und Geschlechterforschung“ am CITEC. Sie untersuchte in ihrer bisherigen Forschung unter
    anderem Einstellungen gegenüber Robotern bezüglich ihrer Messbarkeit und ihrer Veränderbarkeit durch verschiedene
    Interventionsmöglichkeiten (z.B. imaginiertem Kontakt, Berührung oder self-disclosure). Ihre Expertise liegt entsprechend
    in der Verknüpfung von Sozialpsychologie und sozialer Robotik, sowie im Bereich Mensch-Maschine Interaktion.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am FoKoS

Jacqueline Bellon M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am FoKoS
  • Jacqueline Bellon ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am FoKoS. Sie hat Philosophie und Kulturtheorie in Tübingen und Hamburg studiert und promoviert zu Gilbert Simondons Technikphilosophie und
    Individuationstheorie. Schwerpunkte liegen dabei (1) auf der wissenschaftshistorischen Untersuchung des Einflusses von Leihbegriffen aus Psychologie, Physik und Biologie auf Simondons Denken, (2) auf dem
    Aufzeigen von Anwendungsmöglichkeiten der von Kybernetik und Informationstheorie geprägten Simondonschen Technikphilosophie und seiner mit Universalanspruch auftretenden Individuationstheorie in den Bereichen aktueller technischer Entwicklungen wie Deep Learning und in den Kognitionswissenschaften und (3) der interindividuellen Kopplung zwischen Mensch und Maschine, die eine Übersetzungsleistung der jeweiligen Sinnhorizonte erfordert, zumindest, wenn man die Interaktion
    zwischen Mensch und Maschine als Kommunikation modellieren möchte.

Prof. Dr. Dr. h. c. Carl Friedrich Gethmann:

Angewandte Philosophie, Wissenschaftsethik, Technikethik, Mitglied des Deutschen Ethikrates
  • Prof. Dr. Dr. h.c. Carl Friedrich Gethmann ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und Seniorprofessor im Forschungskolleg Siegen. Als einer der deutschlandweit einschlägigen Experten zu ethischen Fragestellungen vertritt er am FoKoS den Arbeitsbereich Ethik mit den beiden Forschungsschwerpunkten Energie sowie digitale Technologie. Im Speziellen beschäftigt er sich mit den Fragestellungen der Sprachphilosophie/Philosophie der Logik; Phänomenologie; Angewandte Philosophie (Medizinische Ethik/Umweltethik/Technikfolgenabschätzung).

    Gethmann ist Mitglied der Academia Europaea (London); o. Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; o. Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina (Halle); o. Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech); Mitglied der Bio-Ethik Kommission des Landes Rheinland Pfalz; Präsident der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V. (2006-2008); Mitglied des Deutschen Ethikrates (ab 2013); Mitglied des Direktorium von ESYS (Energiesysteme der Zukunft ab 2015); Mitglied des Ethikrates der Max Planck-Gesellschaft. Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (ab 2016).

„Kultur, Technik und Kulturtechnik befinden sich in einem komplexen hochwirksamen Wechselspiel.“ B. Gransche